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Projekt "Männlichkeiten im Blick"

Männlichkeit ist vor allem für viele Jüngere geprägt von verschiedensten, teils konkurrierenden Ansprüchen: Das Spannungsfeld traditioneller und moderner Rollenbilder stellt gesellschaftliche Geschlechterrollen in Frage und erfordert eine (neue) Positionierung. Fürsorgende Männer und Väter zu stärken, ist daher ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel für ein gleichberechtigtes Zusammenleben. Das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung geförderte Projekt "Männlichkeiten im Blick" nimmt das Thema Männlichkeit in diesem Spannungsfeld in den Blick. Es teilt sich auf in zwei Schwerpunkte: in Online-Angebote (u.a. Fortbildungen) und das Praxisprojekt, das sich an Fachkräfte und Multiplikator:innen aus unterschiedlichen Bildungskontexten (z.B. Kita, Schule, Schulsozialarbeit, Familien- und Erwachsenenbildung, Gemeinwesenarbeit, Väter- und Männerarbeit, Frühe Hilfen, Jugendamt, Fachberatung, Kinderschutz, Gleichstellungsarbeit, Freiwilligendienste) richtet. Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen (AEWB) hat das Projekt "Männlichkeiten im Blick" in Kooperation mit anderen Bildungsanbieter:innen entwickelt. www.aewb-nds.de/fortbildung/maennlichkeiten

Online-Fachgespräche: Väter im Familienalltag: Erziehung, Sorge, Partnerschaft

Das Niedersächsische Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" nimmt mit einer Reihe von Online-Fachgesprächen Chancen und Herausforderungen der Väterarbeit in den Blick. Unter dem Titel "Väter im Familienalltag: Erziehung, Sorge, Partnerschaft" sind Fachkräfte und alle an Väterarbeit Interessierten zur Teilnahme eingeladen. Die Online-Fachgespräche werden vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Die Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung organisiert und begleitet die Veranstaltungsreihe.

Beim nächsten Online-Fachgespräch am 18. Juni 2024 steht die Frage "Wann ist Väterbildung erfolgreich?" im Mittelpunkt.

Am 23. April 2024 stand das Thema "Väter in den Frühen Hilfen" im Mittelpunkt. Christoph Lyding und Martin Mehl vom Projekt "Mann wird Vater" der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) waren als Experten dabei.

Sie engagieren sich für Väter im Netzwerk Frühe Hilfen in den Landkreisen Kassel und Marburg. Im Projekt "Mann wird Vater" sind sie Ansprechpartner für Väter rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Monate danach. Wie kann der Kontakt zu Vätern in den Frühen Hilfen verbessert werden? Mit dieser Frage befassen sich die beiden Pädagogen unter anderem in ihrer Arbeit.

Im Bereich der Frühen Hilfen beginnt der Kontakt zu Vätern und Müttern in der Zeit der Schwangerschaft und endet etwa mit dem ersten Geburtstag des Kindes. Hebammen und speziell ausgebildete Familienhebammen begleiten die Elternpaare. Die Fachkräfte treffen bei ihrer aufsuchenden Arbeit in den Familien überwiegend Mütter an, Väter sind bei Besuchen von Familienhebammen selten anwesend. Ein guter Kontakt kann sich bei Geburtsvorbereitungskursen ergeben, die Väter einbeziehen. Auch einzelne Abende, an denen werdende Väter unter sich sind und Raum für Ihre Fragen haben, werden gut angenommen. Sie können zur gegenseitigen Unterstützung und Vernetzung der Väter beitragen.

Christoph Lyding und Martin Mehl sehen ihre Arbeit für Väter als Ergänzung zu den Angeboten der Frühen Hilfen. Sie ermutigen die werdenden Väter, mit der Partnerin konkrete Aufgaben konstruktiv zu besprechen: Welche Vorbereitungen sind vor der Geburt wichtig, was kann später ergänzt werden? Wie sieht es mit den Finanzen aus? Wer beantragt Elterngeld? Wie wird die Elternzeit aufgeteilt? Ist bei unverheirateten Paaren die Vaterschaftsanerkennung geregelt? Welche Wege gibt es für eine kooperative Elternschaft auch im Falle einer Trennung?

Neben Angeboten begleitend zur Geburtsvorbereitung aktivieren Christoph Lyding und Martin Mehl Väter auch in anderen Zusammenhängen. Die Gewinnung von Väterlotsen, ein Papamobil für Väteraktionen in Kitas und offene Vätertreffs gehören dazu. Auch an Einzelberatungen sind Väter interessiert. Um Väterarbeit vor Ort umzusetzen, sind die beiden viel in ländlichen Gebieten unterwegs. So entstehen Netzwerke auch außerhalb größerer Städte.

Um Väterangebote zu etablieren, sind Ausdauer und Überzeugungsarbeit gefragt. Manche Barrieren in den Köpfen von Fachkräften, Müttern und Vätern müssen überwunden werden. Damit es gut läuft, braucht es immer wieder den Blick auf das gemeinsame Anliegen: Kindern ein Aufwachsen in Wohlergehen zu ermöglichen.

Am 20. Februar 2024 stand die Studie "Männerperspektiven. Einstellungen von Männern zu Gleichstellung und Gleichstellungspolitik" im Mittelpunkt des Fachgesprächs.

Karsten Kassner, Referent für Grundsatzfragen im Bundesforum Männer, stellte die vom Bundesforum Männer in Auftrag gegebene repräsentative Studie vor. Sie zeigt: Ein großer Teil der Männer schätzt Gleichstellung als wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein. Jüngere Männer stimmen der Aussage "Gleichstellung ist wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft" jedoch deutlich weniger zu als ältere Männer ab 50 Jahren. Zugleich nehmen die Zustimmungswerte für eine aktive, offensive Gleichstellungspolitik ab.

"Für eine Partnerschaft ist es gut, wenn beide berufstätig sind": Dieser Aussage stimmen 83% der befragten Männer "voll und ganz zu" oder "eher zu". Im Zeitverlauf ist die Zustimmung kontinuierlich gewachsen. Die Befürchtung, dass Teilzeitarbeit die Berufskarriere gefährdet, hat im Vergleich zu 2015 etwas abgenommen. 17% der Männer stimmten dieser Aussage in der aktuellen Befragung zu. Und auch die Auffassung, dass Teilzeitarbeit im jetzigen Beruf nicht möglich sei, wird nur von etwa einem Viertel der Befragten vertreten.

Der weit überwiegende Teil von Männern mit Kindern ist der Auffassung, dass es in Unternehmen für Väter genauso akzeptiert sein sollte wie für Mütter, ihre Erwerbsarbeit zu reduzieren, um sich um die Kinder zu kümmern. Und wer sollte sich in den ersten Monaten nach der Geburt um ein Kind kümmern? Eher die Mutter, meinen mehr als 80% der befragten Männer ab 18 Jahren. 38% sind (eher) der Ansicht, dass der Mann zu Hause bleiben und sich um das Kind kümmern sollte. Eine Schnittmenge von 21% der Befragten hält es für wichtig, dass Frau und Mann in den ersten Monaten beim Kind bleiben.

Die Einstellungen haben sich demnach positiv in Richtung einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit gewandelt, unterstützt von den mittlerweile etablierten Möglichkeiten der Inanspruchnahmen von Elterngeld und Elternzeit. Das Bundesforum Männer setzt sich hier für eine Ausweitung der gemeinsamen Bezugsdauer ein und fordert die Umsetzung der Freistellung für Väter in den ersten zwei Wochen nach der Geburt eines Kindes, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

Männer sind mehrheitlich der Auffassung, dass Gleichstellung noch (lange) nicht erreicht ist und Gleichstellungspolitik sich noch zu wenig mit den Anliegen von Männern befasst. Zudem sind 46% der Männer der Ansicht, dass die Bedürfnisse und Anliegen sowohl von Männern wie von Frauen zu wenig im Fokus von Gleichstellungspolitik stehen. Die Studie unterscheidet in einer Männer-Typologie drei Gruppen von Männern im Hinblick auf die Zustimmung zu einer aktiv-offensiven Gleichstellungspolitik, die etwa gleich groß sind: Ein gutes Drittel der Befragten steht einer aktiv-offensive Gleichstellungspolitik (eher) positiv gegenüber, ein weiteres Drittel zeigt eine distanzierte Akzeptanz, aber kaum Interesse an Gleichstellungspolitik. Ein Drittel der befragten Männer spricht sich gegen eine weiter gehende Gleichstellungspolitik aus. 10% dieser Gruppe positionieren sich deutlich gegen Gleichstellung. Sie sprechen sich dafür aus, an "der bewährten natürlichen Geschlechterordnung" festzuhalten. Von einer solchen antifeministischen bzw. maskulinistischen Haltung distanzieren sich zwei Drittel aller Befragten, ein weiteres Drittel der Männer zeigt sich jedoch für einzelne Thesen und Argumente der Maskulinisten empfänglich.    

Welche gleichstellungspolitischen Erwartungen haben Männer? Diese betreffen sowohl die Arbeitswelt als auch die partnerschaftliche Aushandlung von Erwerbs- und Sorgearbeit: Männer wünschen sich eine größere Akzeptanz in Unternehmen für die Entscheidung, die Erwerbsarbeit zu reduzieren, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Und auch innerhalb der Partnerschaft sollte Männern und Frauen gleichermaßen zugestanden werden, ihre Erwerbsarbeit zu unterbrechen, um sich um ihre Kinder zu kümmern, meinen 87% der Befragten. Große Zustimmung gibt es auch für die Aussage "Bei Trennungen sollten Väter und Mütter die gleichen Chancen haben, die Betreuung der Kinder und Erwerbsarbeit untereinander gleich aufzuteilen."

Welche gleichstellungspolitischen Maßnahmen halten Männer für nützlich? Hier zeigt die Studie hohe Zustimmung zu dem Anliegen, mehr Männer für soziale Berufe zu gewinnen. Für ebenso relevant halten die Befragten ein bundesweites Netz von Beratungsangeboten für Männer und Jungen als Täter und Opfer von Gewalt. Mehr als Dreiviertel sehen eine Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld als nützliche gleichstellungspolitische Maßnahme an.

Aus Sicht des Bundesforum Männer zog Karstner Kassner das Fazit aus den Studienergebnissen: Gleichstellungspolitik muss Männer differenziert und zielgruppenspezifisch adressieren. Aktive Befürworter einer aktiven Gleichstellungspolitik sollten weiter ermutigt, bestärkt und unterstützt werden. Einladende und einbeziehende Maßnahmen sollten sich an diejenigen wenden, die bisher wenig an Gleichstellung interessiert oder skeptisch sind. Gleichzeitig sollten harte Gegner und Vertreter antifeministischer Positionen klar begrenzt werden.

Zum Bundesforum Männer:
Das Bundesforum Männer mit 38 Mitgliedern und Geschäftsstelle in Berlin setzt sich für eine gleichstellungsorientierte Männerpolitik ein. Es vertritt die Bedarfe von Jungen, Männern und Väter in all ihrer Vielfalt. In Solidarität mit Mädchen, Frauen und allen Geschlechtern sieht sich das Bundesforum Männer als Teil einer gemeinsamen Bewegung für mehr Geschlechtergerechtigkeit.

Am 12. Dezember 2023 stand die Väterarbeit in Familienbildungsstätten im Mittelpunkt. Beate Kopmann, AWO Familienbildung Region Hannover, berichtete aus der Praxis über Gelingensfaktoren und Stolpersteine bei der Entwicklung von Väterangeboten. Die AWO Familienbildung setzt in Kooperation mit mannigfaltig e.V. das Projekt PapaZeit in der Region Hannover um. "Dahin gehen, wo die Väter sind" rät sie Fachkräften, die neue Angebote entwickeln möchten. Der Faktor Zeit ist dabei von großer Bedeutung. Außerhalb der Regelarbeitszeit, also abends oder an Wochenenden, ist es für Väter leichter, Angebote wahrzunehmen. Wenn diese auch zur Lebenswelt von Vätern passen, ist der nächste Schritt zum Erfolg getan. Fachkräfte können Verbindung zur individuellen Lebenssituation herstellen und die Geprächthemen offen halten, damit Anknüpfungspunkte zum Austausch mit anderen Väter möglich werden. Denn Familienthemen sind auch Väterthemen. Fragen zur Entwicklung und Erziehung der Kinder beschäftigen sie ebenso wie Mütter oder andere Bezugspersonen.

Aktionen und Abenteuer werden als Angebotsformate gerne angenommen, so die Erfahrung. Sie schaffen gemeinsame Erlebnisse, stärken die Vater-Kind-Beziehung und geben Gelegenheit, über die eigene Vaterrolle ins Gespräch zu kommen. Vieles ist möglich in der Planung von Väterprojekten. Wichtig für das Gelingen, so Beate Kopmann, ist es die Väter selbst in die Planung einzubeziehen und nicht "für sie mitzudenken".

Informelle Netzwerke und private Kontakte geben oftmals den Impuls für ein neues Vorhaben. Damit sich gute Ideen herumsprechen, braucht es kontinuierliche Informationsstrukturen, digital und / oder über gedruckte Flyer und Aushänge. "Dahin gehen, wo die Väter sind" führt auch mit Kooperationsprojekten zum Erfolg: Gleichstellungsbeauftragte in Betrieben, Hebammen- und Pflegepraxen, Stadtteilzentren, Kirchengemeinden, Volkshochschule, Sportvereine oder Väterlostsenprojekte können Multiplikatoren sein.

Am 10. Oktober 2023 stand das Fortbildungs-Projekt "Väterwerkstatt" im Mittelpunkt. Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Entwicklungspsychologe und Professor für "Psychologische Grundlagen Sozialer Arbeit" an der HS Hannover, gehört zum Dozenten-Team der "Väterwerkstatt". Im Online-Fachgespräch stellte er das Konzept der Fortbildung vor und brachte Projektideen mit.

Wie erreiche ich interessierte Väter für Erziehungs-, Fürsorge- oder andere Themen? Wie gelingt es mir, (wirksame) Bildungsangebote für Väter zu entwickeln und umzusetzen? Wo finde ich (neue) Ideen und Anregungen und welche Netzwerke gibt es? Mit diesen oder ähnlichen Fragen beschäftigen sich viele planende Kolleginnen und Kollegen aus Bildungseinrichtungen. Die vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung geförderte Qualifizierung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gibt Antworten darauf. Die "Väterwerkstatt" wird von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) angeboten. In fünf Modulen vermitteln die Referenten verschiedene Schwerpunkt-Inhalte der Väterarbeit, basierend auf dem "Orientierungsrahmen geschlechterreflektierte Männerarbeit für Fachleute" nach Markus Theunert und Matthias Luterbach. Vom wissenschaftlichem Hintergrund bis zur direkten Umsetzung eines eigenen Väter-Projekts liegt dabei der Fokus, so Eickhorst, mehr auf der Vermittlung bzw. Erarbeitung einer entsprechenden Haltung gegenüber Vätern.

Einblick in die "Väterwerkstatt" aus Perspektive der Teilnehmenden gaben Heike Kox und Farina Kösling, SKM Rheydt: Sie stellten ihr auf Grundlage der Fortbildung erstelltes Projekt "Young dads for cool kids - Jugendliche Väter im Blick" vor und berichteten über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Als Absolventin der "Väterwerkstatt" sprach Heike Kox über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Auch das niedrigschwellige Quartiers-Projekt "The Walking Dad" des Väter e.V. Hamburg ist im Rahmen der Väterwerkstatt entstanden. Es richtet sich an Väter mit Kindern von 0 bis 3 Jahren.

Am 22. August 2023 stand das Thema "Väter und Medienerziehung" im Mittelpunkt. Als Experte kam Janek Schütte, Region Hannover, Team Jugend- und Familienbildung, mit Vätern und Fachkräften der Elternarbeit ins Gespräch. "Beziehung ist der beste Jugendschutz", sagt Janek Schütte. Das gilt auch beim Thema Medienkompetenz. Kinder nehmen früh wahr, dass Smartphone, Laptop und Tablet für ihre Eltern zum Alltag gehören. Das macht neugierig. Eltern sind wiederum besorgt, dass Kinder und Jugendliche mit schockierenden Inhalten konfrontiert werden und mehr Zeit beim Chatten oder Gamen verbringen als mit Hausaufgaben oder Bewegung im Freien.

Doch wie können Kinder medienkompetent erzogen werden? Ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben über das, was die Kinder im Netz erfahren und was sie daran bewegt, ist wichtig, so der Experte. So bleiben Eltern mit den Kindern im Kontakt und können bei Schwierigkeiten Hilfe anbieten. Dabei haben Kinder aber auch ein Recht auf Privatsphäre, das Eltern respektieren sollten. Auch wenn es schwerfällt, tut Eltern eine gewisse Gelassenheit gut beim Thema Mediennutzung.

Gemeinsame Erziehungsarbeit der Eltern ist beim Umgang mit Medien genauso wichtig wie bei anderen Alltagsthemen. Väter und Mütter sollten Interesse zeigen und auch die grundlegenden technischen Hintergründe verstehen, um entsprechende Schutzeinstellungen vornehmen zu können. Und sie sollten sich über Zeiten und Pausen der Mediennutzung verständigen.

Am 18. April 2023 stand das Thema "Trennung und Scheidung - Umgang und Sorge, Betreuungsmodelle" im Mittelpunkt. Das Thema Trennung und Scheidung beschäftigt und belastet viele Väter. Sie wünschen sich weiterhin eine vertrauensvolle Verbindung zu ihren Kindern, sind aber häufig im Konflikt mit der ehemaligen Partnerin oder dem Partner. Wie kann die Einigung über die gemeinsame Sorge und den regelmäßigen Umgang mit den Kindern gelingen? Eltern finden nicht immer aus eigener Kraft eine einvernehmliche Lösung für die Neugestaltung der gemeinsamen Sorge für ihre Kinder nach einer Trennung. Sie erhoffen sich dann Klarheit durch Entscheidungen in Familiengerichtsverfahren. Doch gerade in hocheskalierten Konflikten kann das eine große Belastung für die Eltern selbst und besonders für betroffene Kinder sein.

Ein außergerichtlicher Weg zur friedlichen und fairen Lösungsfindung bei Konflikten kann die Familienmediation sein. Roberta Cifariello, Familienmediatorin im Familienprojekt der Waage Hannover e.V., gab als Referentin beim Online-Fachgespräch Einblick in ihre Arbeit. Die Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktklärung mit allen beteiligten Familienmitgliedern, die einbezogen werden können. Die Verantwortung für die Konfliktfklärung wird bei den Eltern belassen und mitbetroffene Kinder werden mit ihren Anliegen gehört und entlastet.

Auch in grenüberschreitenden Familienkonflikten sind Mediationen möglich. Das Internationale Mediationszentrum für Familienkonflikte und Kindesentführung (MiKK e.V.) ist eine Anlaufstelle dafür.

Am 14. Februar 2023 stellte Hans-Georg Nelles, Vorsitzender der LAG Väterarbeit Nordrhein-Westfalen, als Referent die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft vor. Im Laufe von 20 Jahren konnte die Väterarbeit in NRW dank vieler engagierter Akteure und Akteurinnen zu einer Netzwerkstruktur entwickelt werden, die heute unter anderem Jugendämter, psychosoziale Beratungsstellen, Familienbildungsstätten, regionale Netzwerke und Lokale Bündnisse für Familie erreicht. Seit 2016 arbeiten in der LAG Väterarbeit NRW (LAGV) Akteure der Väterarbeit aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Die Mitglieder der LAGV bekennen sich zur Geschlechtergerechtigkeit und der Wertschätzung von Diversität als Grundprinzip der gemeinsamen Arbeit.

Die LAGV versteht sich als Schnittstelle zwischen den Initiativen vor Ort und landespolitischen Entscheiderinnen und Entscheidern. Gemeinsames Ziel ist es, Sinn und Vielfalt von Väterarbeit stärker bekannt zu machen und die Wahrnehmung von Väter-Politik als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe zu stärken. Insbesondere in den Bereichen Familien- und Gleichstellungspolitik, Bildungs-, Rechts-, Arbeits- und Sozialpolitik ist die LAG Väterarbeit NRW aktiv. Der Vorstand setzt sich aus Akteuren großer und kleiner Vereine zusammen.

Online-Fachgespräche: Wie geht es weiter für Väter und Familien nach der Corona-Pandemie?

Aus der Zusammenarbeit im Landesarbeitsforum Aktive Vaterrolle  hat sich eine Veranstaltungsreihe für das Jahr 2022 mit Fachgesprächen zu Problemen und Chancen für die Ansprache von Vätern in Beratung und Familienbildung entwickelt. Unter dem Titel "Wie geht es weiter für Väter und Familien nach der Corona-Pandemie?" diskutierten Fachleute aus Politik und Praxis über Fragestellungen, die sich aus unterschiedlichen Aspekten der Väterarbeit ergeben. Die Online-Fachgespräche werden vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Die Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung organisiert und begleitet die Veranstaltungsreihen.

Beim Online-Fachgespräch stand am 13. Dezember 2022 das Thema "Väter und Armutsgefährdung" im Mittelpunkt. Britta Kreuzer, Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V., stellte den Escape Room "Findet das Ding von Dani" zu Lebenslagen von Familien in Armut vor. Was bedeutet es für Väter, wenn sie und ihre Familie akut oder dauerhaft von Armut bedroht sind? Das Konzept des Escape Rooms berücksichtigt die Vielfalt an Dimensionen von Armut und bindet ensprechende  Indikatoren mit ein. Gesucht wird etwas "Wertvolles". Was kann das sein für Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen? Neben der Spiel- und Rätselherausforderung trägt vor allem die anschließende Reflexion der Bezüge, Gedanken und Erfahrungen zur Sensibilisierung der Mitspielenden bei. Der besondere Blick auf Väter in Armutslagen steht nicht ausdrücklich im Mittelpunkt des Spiels. In der Reflexion oder durch die Zusammensetzung der Gruppen von Mitspielenden können jedoch eigene Schwerpunkte entwickelt werden. "Findet das Ding von Dani" wird mit Begleitung von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern gespielt. Eingesetzt werden kann es zum Beispiel in Kitas, bei Bildungsträgern, Freiwilligendiensten oder Trägereinrichtungen. Zum Spielen eingeladen sind Fachkräfte und auch interessierte Eltern.

Der Raum wurde gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung und gemeinsam vom nifbe (Niedersächsisches Institut für Frühkindliche Bildung), der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. und der AEWB entwickelt.

Interessierte Einrichtungen können sich an Britta Kreuzer wenden: britta.kreuzer@lag-nds.de

Beim Online-Fachgespräch am 11. Oktober 2022 standen Väter mit Migrationserfahrung im Mittelpunkt. Sie finden eher selten den Weg in Angebote der Familienbildung und -beratung und haben wenig Kontakt zu den Bildungseinrichtungen Kita und Schule. Wie können sie besser im Sinne einer Erziehungspartnerschaft erreicht werden? Inna Senn, Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (afmn e.V.) berichtete als Referentin von ihren Erfahrungen aus der Arbeit des MigrantenElternNetzwerks Niedersachsen.

Väter mit Migrationserfahrungen im direkten Kontakt zu erreichen, ist schwierig. Darin waren sich die Teilnehmenden einig. Informationsveranstaltungen und regelmäßige Kursangebote nehmen überwiegend Mütter wahr. Väter sind allerdings bereit in Situationen einzugreifen, die sie als konfliktbeladen wahrnehmen, so die Erfahrung. Bei allen Angeboten ist die Mehrsprachigkeit ein wichtiger Aspekt.

Online-Angebote haben den Vorteil, dass im Chat auch Übersetzungen möglich sind. Auf die Arbeitszeiten von Vätern sollte außerdem in der Planung Rücksicht genommen werden. Von Informationsmaterial (Text, Bild und Grafik) sollten sich Väter genauso angesprochen fühlen wie Mütter. Interesse haben Väter an eher informellen Angeboten mit gemeinsamen Aktivitäten oder Feiern, so die Erfahrung. Auch die indirekte Ansprache über andere Netzwerke, wie Familienbegleiterinnen, Imame oder andere Vertrauenspersonen, ist sinnvoll.

Mehr zum MigrantenElternNetzwerk unter www.men-nds.de

 

Wie können Väter auf Gesundheitsthemen angesprochen und für ein gesundheitsförderndes Verhalten sensibilisiert werden? Dass es auf die richtige Ansprache ankommt, zeigte das Fachgespräch am 16. August 2022. Martin Schumacher und Lennart Semmler, Fachreferenten der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen (LVG & AfS Nds. e.V.), berichteten von ihren Erfahrungen aus dem Modellprojekt "Mann, was geht?!" zur Stärkung individueller Gesundheitsressourcen von Männern.

Die Erfahrung: Mit dem direkten Etikett "Gesundheitsthema" werden Männer eher nicht erreicht. Als sekundäre Thematik ist es aber durchaus von Interesse. Dabei geht es um das Wie der Ansprache: Einfache, positive Botschaften, die den Lebensweltbezug von Männern aufgreifen, kommen gut an. Gesundheitsthemen, die Männer und (werdende) Väter betreffen, sind unter anderem Bewegungsmangel und Übergewicht, Essverhalten, Süchte und psychischer Stress durch Überforderung. Gern angenomen werden gemeinsame sportliche Aktivitäten von Vätern und Kindern, die gleichzeitig die Vater-Kind-Bindung stärken. Sportlich kann auch eine Challenge für Väter in der internen Unternehmenskommunikation sein, die gegenseitiges Empowerment bewirken (zum Beispiel: Sieben Tage ohne Cola).

Für Projektideen ins Boot geholt werden könnten beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Unternehmen, Krankenkassen und auch Familienbildungsstätten oder Anbieter von Familienbildungsurlauben.

Informationen zum Projekt und Best-Practice-Beispiele unter www.mann-was-geht.de/toolbox-fuer-gesundheit

In Unternehmen ist ein Kulturwandel hin zu väterorientierter Personalpolitik spürbar. Das wurde im Online-Fachgespräch am 14. Juni 2022 deutlich. Prof. Dr. Jens Dingemann, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Kinderchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), ist seit 2020 auch Väterbeauftragter des Unternehmens. Vom selbstverständlichen "Ich bin dann mal in Väterzeit!" bis zur Frage "Wie erkläre ich das bloß meinem Vorgesetzten?" reichen die Gesprächsthemen in seiner Beratungsarbeit als Ansprechpartner für (werdende) Väter. Jens Dingemann ist es dabei wichtig, diejenigen zu stärken, die sich eine partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit wünschen. Mit dem Väterbeauftragten als Ansprechperson fühlen sich Männer mit diesem Anliegen besser wahrgenommen und können sich auch für Gleichstellungsthemen eher öffnen, so seine Beobachtung.

Mehr zum Projekt unter www.mhh.de/gleichstellung/vaeterbeauftragter

Carsten Vonnoh, Systemischer Familienberater und Buchautor, berichtete im Online-Fachgespräch am 12. April 2022 über seine Erfahrungen aus der Projekt- und Beratungsarbeit. Der Referent gab spannende Einblicke in seine Arbeit und beschrieb die Empfindungen von Männern, die am liebsten perfekte Väter, Partner und Arbeitnehmer zugleich sein wollen - und unter diesem Druck leiden. Überforderung, Unsicherheit, das Gefühl, nicht genug Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren: All das, was Mütter in ihrer Rolle durchleben, gilt natürlich auch für Väter. Nur wird das oft nicht wahrgenommen. Das liegt unter anderem an den Männern selbst, die sich weniger über ihre Gefühle austauschen und über sie reflektieren als Frauen. Sie möchten die Rolle des sorgenden Vaters ausfüllen, haben jedoch oft in ihren eigenen Vätern keine Vorbilder dafür gefunden.

Die Teilnehmenden aus dem Sozialministerium und aus den Bereichen Gleichstellung, Gesundheitsbereich, Väter- und Männerberatung sowie weiteren Institutionen, hatten viele Fragen an den Coach und nahmen wertvolle Impulse für ihre weitere Arbeit mit.

Mehr zu Carsten Vonnoh unter www.vaterverantwortung.de.

Kann die Entwicklung digitaler Angebote eine Chance für die Väterarbeit sein? Welche Chancen ergeben sich daraus für die Beteiligung von Vätern an der Familienbildung und -beratung? Wie können digitale Angebote ansprechend und kreativ gestaltet werden? Wie kann ein geschützter Rahmen geschaffen werden, in dem (werdende) Väter mit Angeboten der Familienbildung gut und dauerhaft erreicht werden?

Diese Fragen standen beim Online-Fachgespräch am 15. Februar 2022 im Mittelpunkt. Nora Becher, Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen, und Axel Hengst, mannigfaltig e.V., berichteten von ihren Erfahrungen mit der Konzeption und Durchführung von digitalen Angeboten zur Familienbildung und Väterberatung. Wichtige Tipps hat Nora Becher in einem Handout für die Durchführung von Online-Angeboten zusammengefasst.

Die Handlungsempfehlungen des 9. Familienberichts standen beim ersten Online-Fachgespräch am 14. Dezember 2021 im Mittelpunkt. Auf Einladung des Niedersächsischen Landesarbeitsforums "Aktive Vaterrolle" stellte Lisa Sommer, Referentin im Zukunftsforum Familie (ZFF), zentrale Anliegen des Berichts vor. www.zukunftsforum-familie.de

Fachtag 'Väter und Familien in der Corona-Krise': Intensiver Austausch und neue Impulse

Welche Veränderungen und Umbrüche haben Väter in der Corona-Krisensituation erlebt? Diese Frage hat das Niedersächsische Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" bei der Online-Fachtagung "Väter und Familien in der Corona-Krise. Herausforderungen und Chancen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf" am 14. April 2021 in den Blick genommen.

Welche Veränderungen und Umbrüche haben Väter in der Corona-Krisensituation erlebt? Diese Frage hat das Niedersächsische Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" bei der Online-Fachtagung "Väter und Familien in der Corona-Krise. Herausforderungen und Chancen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf" am 14. April 2021 in den Blick genommen. In Impulsvorträgen und Info-Sessions wurden die Auswirkungen der Krisensituation auf Väter und Familien untersucht.

Der Fachtag stieß auf große Resonanz bei Fachkräften aus den Bereichen Beratung, Familienservice und Gleichstellungsarbeit. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Moderiert wurde die Online-Tagung von Silke Gardlo, Leiterin der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung und Mitglied im Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle".

Dirk Schröder, Abteilungsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, hob in seiner Begrüßung hervor, dass in der insgesamt angespannten Situation für Familien der Blick auf die Situation von Vätern bedeutsam für die Entwicklung weiterer politischer Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben ist.

Auf einige wichtige Aspekte machte Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer im Bundesforum Männer e.V., Interessenverband für Jungen, Männer und Väter in Deutschland, dann in seinem Impulsvortrag aufmerksam. So lagen für Väter auch vor der Corona-Pandemie Wunsch und Wirklichkeit beim Thema Vereinbarkeit schon weit auseinander: Ein großer Teil der Väter wünscht sich eine partnerschaftliche Aufgabenteilung, realisieren kann dies jedoch nur etwa jeder fünfte Vater.

Dass Arbeitszeitverkürzung ein wichtiger Hebel ist, zeigt sich auch während der Corona-Pandemie: Väter in Kurzarbeit übernehmen einen deutlich größeren Anteil an Erziehung und familiären Aufgaben als Väter ohne veränderte Arbeitszeiten. Die Frage, ob Berufstätigkeit für Väter eher Entlastung oder Stressfaktor in der Krise ist, bleibt dabei bisher unbeantwortet. Etwa die Hälfte der Väter gibt in Befragungen eine hohe psychische Gesamtbelastung an, bei alleinerziehenden Müttern und Vätern ist sie noch einmal deutlich höher.

Interessant ist auch ein Blick auf die unterschiedliche Selbstwahrnehmung von Müttern und Vätern bei der Frage "Wer übernimmt die Kinderbetreuung während der Pandemie?": Väter nehmen hier wesentlich seltener die Mutter als alleinverantwortlich für die Kinderbetreuung wahr als die Mütter selbst dies tun. Abschließend wies Dr. Schölper darauf hin, dass die gleichstellungspolitische Diskussion um "systemrelevante" Care-Berufe die Gefahr einer Abwertung oder Nicht-Wahrnehmung des Beitrages berge, den Väter in der Krisensituation für die Familien leisten.

Auf landespolitischer Ebene werden Schwerpunkte in unterschiedlichen Handlungsfeldern des Themas "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" gesetzt, die Katja Taranczewski, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, in ihrem Vortrag benannte. Dazu gehören die Handlungsfelder Kinderbetreuung, Unternehmenskommunikation, Vereinbarkeit im öffentlichen Dienst, pflegende Angehörige, Alleinerziehende und Gleichstellung in der Digitalisierung.

Um eine gleichmäßigere Verteilung der Erwerbsarbeit zu erreichen, müsse weiter an der besseren Bezahlung von Care-Berufen gearbeitet werden, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden. Unternehmen sollten beim Thema Vereinbarkeit stärker in die Pflicht genommen werden, etwa durch die Schaffung vollzeitnaher Teilzeitstellen und die Möglichkeit zum Homeoffice für Väter und Mütter auch in Führungspositionen. Außerdem stehe die Finanzierung von Hebammenleistungen auch für Väter durch die Krankenkassen auf der politischen Agenda.

Im zweiten Teil des Fachtages standen in Workshops drei Themen im Fokus:

  •  Brigitte Dinkelaker stellte das DGB-Projekt "Vereinbarkeit von Familie & Beruf gestalten" vor unter dem Titel "Junge Väter im Betrieb stark machen?!" und lud zum Erfahrungs- und Ideenaustausch ein zu der Frage wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der betrieblichen Praxis für alle möglich werden kann. Mehr dazu unter vereinbarkeit.dgb.de
  • Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Hochschule Hannover, Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle", betrachtete mögliche Auswirkungen der Krise auf die Vater-Kind-Bindung aus psychologischer Sicht.
  • Werner Oenning, Männer- und Väterberater SKM-Osnabrück, berichtete aus der Beratungspraxis im Workshop "Erziehungspartnerschaft auf die Probe gestellt - Konflikte aus Vätersicht". Was hat sich für in Partnerschaft lebende Väter verändert, wie sieht es bei getrennt erziehenden Vätern aus? Welche Unterstützung wird gebraucht?

Im Abschlussplenum dankten Christel Wolf, AEWB, Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" und Andreas Böer, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, noch einmal allen Teilnehmenden für ihr Interesse. Aus dem lebendigen Austausch ergaben sich viele positive Anregungen, die nun im Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" aufgegriffen und weiterentwickelt werden können.

weiterführende Informationen:

Studien zum Thema "Väter in Zeiten von Corona"
Das Institut für angewandte Gesundheits-, Bildungs- und Sozialforschung (GBS) der Fakultät V der Hochschule Hannover hat relevante aktuelle Studien zum Thema "Väter in Zeiten von Corona" in einem Handout zusammengestellt: Väter in Zeiten von Corona- ein Einblick in aktuelle Forschung.

SKM-Projekt "Echte Männer reden!"
www.skm-osnabrueck.de/maennerberatung

Niedersächsisches Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle"

Das Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" will mehr junge Väter motivieren, Elterngeld und Elternzeit als Chance wahrzunehmen, um Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen. Partnerschaftliche Modelle bei der Kindererziehung sollen nicht der Ausnahmefall sein. Das Referat für Familienpolitik des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung koordiniert die Arbeit des Landesarbeitsforums "Aktive Vaterrolle". Niedersächsische Verbände, Vereine, Landesarbeitsgemeinschaften und Ministerien stehen über das Landesarbeitsforum miteinander im Austausch, um Väterarbeit in Niedersachsen voranzubringen. Wissenschaftlich begleitet wird das Landesarbeitsforum von Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales der Hochschule Hannover.

Im Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" sind beispielsweise vertreten:

Newsletter

Das niedersächsische Väterportal informiert mit einem kostenfreien Newsletter über aktuelle Meldungen, Termine und Tipps rund um den Väteralltag. Er informiert regelmäßig über die Arbeit des Landesarbeitsforums "Aktive Vaterrolle" und über die Netzwerkarbeit für Väter. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung zum Newsletter!

Kostenlose Infomaterialien

Ab sofort gibt es wieder Infoflyer zu den Angeboten des Familienportals und des Väterportals zum Auslegen für Einrichtungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren! Die Flyer im handlichen Pocket-Format können - ebenso wie Materialien zum Kinderschutz­portal und die Materialien der Kampagne #einetrachtliebe - kostenlos über das Sozial­ministerium bestellt werden. Wenden Sie sich per E-Mail an Ingrid Wahner-Liesecke.