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Familie und Beruf

Väter wünschen sich mehr Zeit für die Familie und sind gleichzeitig überwiegend mit einer höheren Stundenzahl erwerbstätig als Mütter. Auf dem Weg zu besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter können neben individuellen partnerschaftlichen Lösungen auch flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmöglichkeiten, Brückenteilzeit, Führung in Teilzeit oder Homeoffice gute Möglichkeiten bieten. Das Land Niedersachsen setzt sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für familienfreundliche Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Was heißt hier familienfreundlich? Vorstellungen und Erwartungen von (potenziellen) Eltern

Im Monitor Familienforschung - Ausgabe 45 stellt das Bundesfamilienministerium die Ergebnisse einer Studie des SINUS-Instituts zum Thema Familienfreundlichkeit vor. Die Studie untersucht erstmals, was Familien und angehende Eltern unter Familienfreundlichkeit verstehen, wie sie diese bewerten und welche Handlungsbedarfe sie sehen. Die Ergebnisse zeigen: Familien wünschen sich Respekt und Anerkennung - und zwar im gesellschaftlichen Miteinander ebenso wie in der politischen Gestaltung. Sie verbinden Familienfreundlichkeit mit konkreten Erwartungen an die Politik. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Hälfte der Familien Deutschland als familienfreundliches Land einschätzt. Auffallend ist dabei das Auseinanderdriften beim Erleben von Familienfreundlichkeit zwischen den sozialen Milieus und den Familienformen. Aus den Befunden lassen sich Implikationen ableiten und Ansatzpunkte entwickeln, um Familienfreundlichkeit in Deutschland zu stärken und auszubauen.

Online verfügbar unter www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen

4. Atlas zur Gleichstellung in Niedersachsen

Der 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen bringt es an den Tag: Junge Väter bringen sich stärker in die Familie ein. So stieg der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld 2020 gegenüber dem Jahr 2010 um 19,9 Prozentpunkte auf 38,4 Prozent. Der Atlas enthält Informationen zum gleichstellungspolitischen Umsetzungsstand in den Gemeinden und Kreisen in Niedersachsen und bietet gesicherte Daten für eine nachhaltige und zielorientierte Gleichstellungspolitik.

Der 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen kann als Druckausgabe in der Pressestelle des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung angefordert werden und steht außerdem als Download auf der Website des Sozialministeriums zur Verfügung.

Fortschrittsagenda Sicherheit und Chancen für Familien

Das Bundesfamilienministerium hat die Fortschrittsagenda "Sicherheit und Chancen für Familien" zur Weiterentwicklung der Familienpolitik in und nach der Pandemie veröffentlicht. Familienpolitik hat eine zentrale Bedeutung für das Funktionieren von Wirtschaft, Gesellschaft und Sozialstaat. Die Fortschrittsagenda "Sicherheit und Chancen für Familien. Wie weiter mit der Familienpolitik in und nach der Pandemie?" blickt auf Basis einer Standortbestimmung der Familienpolitik, mit ihren zentralen Entwicklungen sowie Trends im Familienleben, in die Zukunft. Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Politik für Familien und den Erfahrungen von Familien in der Corona-Pandemie werden vier zentrale Fortschrittsfelder identifiziert, in die Familienpolitik stärker investieren muss: eine neue Qualität der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, neue Chancen für Kinder, wirtschaftliche Sicherheit für alle Familien und ein einfacher Zugang zu den Familienleistungen. Link zum Download oder Bestellung auf der Website des BMFSFJ.

Väter in Kurzarbeit: Rund 30 Prozent übernehmen den Hauptanteil der Kinderbetreuung

Kurzarbeit bedeutet für viele Betroffene erhebliche finanzielle Einbußen und löst bei etwa der Hälfte Sorgen um die wirtschaftliche Existenz aus. Zugleich hat ihr massiver Einsatz bislang rechnerisch mindestens eine Million Arbeitsplätze über die Corona-Krise gerettet. In einigen Familien zeigt die starke Arbeitszeitverkürzung zudem einen positiven sozialen Effekt: Väter, die ihre Arbeitsstunden reduzieren müssen, kümmern sich deutlich häufiger intensiv um ihren Nachwuchs. Die Quote der kurzarbeitenden Männer, die den größeren Teil der Kinderbetreuung übernehmen, vervierfacht sich gegenüber der Zeit vor Beginn der Kurzarbeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Im Zuge der durch Kurzarbeit vermehrt verfügbaren Zeit haben sich der Studie zufolge die Anteile in der partnerschaftlichen Kinderbetreuung verschoben. Knapp 30 Prozent der kurzarbeitenden Väter gaben im November 2020 an, während der Kurzarbeitsphase den Hauptteil der Kinderbetreuung in ihrer Familie zu übernehmen. Vor Beginn der Pandemie taten das lediglich sieben Prozent. Weitere rund 35 Prozent kümmerten sich nach eigener Angabe im November 2020 ebenso ausführlich um den Nachwuchs wie ihre Partnerin, gegenüber knapp 32 Prozent, die dies vor der Pandemie angaben. Bei den befragten Müttern in Kurzarbeit änderte sich hingegen wenig - wohl, weil sie meist immer schon den überwiegenden Anteil bei der Kinderbetreuung übernommen hatten: Das gaben rund zwei Drittel sowohl für die Zeit vor als auch während der Kurzarbeit an.

Quelle: Pressemitteilung Hans Böckler Stiftung, 26.03.2021

Erfolgsfaktor Familie

Das Bundesfamilienministerium will mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB "Familienfreundlichkeit" zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft machen. www.erfolgsfaktor-familie.de