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Interkulturelle Väterarbeit in Niedersachsen

Interkulturelle Väterarbeit wendet sich an neu zugewanderte Väter ebenso wie an diejenigen, die bereits seit langer Zeit in Niedersachsen leben. Verschiedene Projekte haben das Ziel, Sprachbarrieren zu überwinden und die Teilhabe von Vätern jeder Herkunft an den Angeboten der Väterbildung und -beratung zu verbessern.

MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen

Das MigrantenEltern Netzwerk Niedersachsen (MEN) ist die Interessenvertretung von Eltern mit Migrationshintergrund in Niedersachsen. Regelmäßige Veranstaltungen und Seminare unterstützen die Eltern dabei, ihren Erziehungsauftrag selbstbewusst wahrzunehmen, um die Bildungschancen ihrer Kinder zu verbessern. Es werden niedersachsenweit Infoveranstaltungen zu Bildungs- und Erziehungsthemen angeboten, auch in digitaler Form in Arabisch und Deutsch. Die Teilnahme ist auch per Smartphone möglich. Das Angebot ist kostenlos. Der Bedarf an niedersachsenweiten Informationsveranstaltungen in verschiedenen Sprachen zu den unterschiedlichen Bildungsthemen ist weiterhin groß. Das MigratenElternNetzwerk organisiert auf Nachfrage Zoom-Veranstaltungen für Gruppen von Eltern und unterstützt bei der Durchführung von Präsenzveranstaltungen unter Berücksichtigung der Hygienebestimmungen.

Kontakt: Mariam Hendawi, T (0511) 921 51 06, mariam.hendawi@amfn.de, www.men-nds.de

Anlaufstelle ZAnK: Durch frühzeitige Beratung und Mediation Entführungen verhindern

Mehrere hundert Anrufe von Elternteilen, die nach einer hochstrittigen Trennung eine Entführung ihres Kindes befürchten, gehen jährlich bei den Beraterinnen und Beratern der Zentralen Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte und Mediation (ZAnK) ein. ZAnK.de berät Eltern und Fachkräfte allparteilich, kostenfrei und stets am Kindeswohl orientiert. Unterstützung erhalten Elternteile oder sich sorgende Personen aus dem Umfeld von Familien, in denen Vater oder Mutter das Kind ohne das Einverständnis des anderen Elternteils ins Ausland verbracht hat. Auch Mitarbeitende aus dem Jugendamt, der Polizei oder Justiz, die sich bei Fällen mit Auslandsbezug mit sprachlichen Hürden, verschiedenen Familienrechtssystemen und internationalen Regelungen konfrontiert sehen, erhalten Rat und Information. Die ZAnK-Beratung sensibilisiert vor allem auch präventiv für die Besonderheiten grenzüberschreitender Konflikte in Sorgerechts- und Umgangsfragen. Zum Onlineangebot der Beratungsstelle www.zank.de gehören auch die Kinder- und Jugendwebsites  www.kinder.zank.de und www.jugend.zank.de.

Leitfaden Interkulturelle Familiengesundheitstage

Die Aidshilfe Niedersachsen hat einen Leitfaden zur Vorbereitung und Durchführung von Interkulturellen Familiengesundheitstagen (IFGT) herausgegeben. Die IFGT wurden 2015 mit dem Ziel ins Leben gerufen, sich niedrigschwellig mit Menschen über Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit auszutauschen. Die IFGTs sind ein Angebot für gesamte Familien, die eine Flucht- oder Migrationsgeschichte haben, da diese nur selten an Beratungsstellen im Bereich der sexuellen Gesundheit angebunden sind. IFGTs sind als halbtägige Veranstaltung konzipiert: Während Frauen/Mütter an Workshops zu Frauengesundheit und Geburt teilnehmen, absolvieren Männer/Väter Kurse wie zum Beispiel eine Einführung in die Erste Hilfe oder Workshops zu Männergesundheit. Die Familien haben die Möglichkeit, bei einem gemeinsamen Essen ins Gespräch zu kommen und sich mit den lokalen Versorgungs- und Beratungsstrukturen vertraut zu machen.

Der Leitfaden Interkulturelle Familiengesundheitstage steht zum Download zur Verfügung auf der Website der Aidshilfe Niedersachsen.

Interkulturelles Väterbüro in Wolfsburg

Das Interkulturelle Väterbüro möchte Wolfsburger Väter aller Kulturkreise für mehr Verantwortung in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder gewinnen. Die Angebote und Aktivitäten orientieren sich speziell an den Anliegen und Interessen der Väter. Das Interkulturelle Väterbüro wurde von der Erziehungsberatung, dem Gleichstellungsbüro und dem Integrationsreferat der Stadt sowie von freien Trägern und beteiligten Vätern konzipiert und ist in der Abteilung Beratung des Geschäftsbereiches Jugend angesiedelt.

Kontakt
Stadt Wolfsburg
Interkulturelles Väterbüro
Braunschweiger Straße 12
38440 Wolfsburg
T (05361) 28 18 67
viktor-julian.bosse@stadt.wolfsburg.de
www.wolfsburg.de/vaeterbuero