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Elterngeld und Elternzeit

In den ersten Lebensjahres eines Kindes können berufstätige Eltern die gesetzlich geregelte Elternzeit mit flexiblen Ausgestaltungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen, um mehr Zeit für die Betreuung und Erziehung des Kindes zu haben. Als Ausgleich für Einkommenseinbußen kann das Elterngeld oder ElterngeldPlus beantragt werden. In Niedersachsen helfen Elterngeldstellen der Jugendämter beim Beantragen dieser Leistung. Väter, die Elternzeit und Elterngeld in Anspruch nehmen, haben so die Möglichkeit, eine vertrauensvolle Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Gleichzeitig unterstützen sie die Partnerin oder den Partner in der beruflichen Entwicklung. Auch Alleinerziehende haben Anspruch auf Elterngeld und Elternzeit mit besonderen Regelungen. Das Land Niedersachsen fördert die Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit durch Väter im Sinne einer partnerschaftlichen Gleichstellung.

Podcast Ideenimport: Wie mehr Väter für Elternzeit gewinnen?

Väter in Deutschland gehen oft nur für wenige Wochen in Elternzeit. Was machen andere Länder besser? Ideenimport, der Podcast der tagesschau, sucht nach Ideen im Ausland. Wie sehen Elternzeitmodelle in anderen Ländern aus und wie wirkt sich das auf die Beteiligung der Väter aus? Der Podcast Ideenimport zeigt, wie Väter in Luxemburg und Japan die Möglichkeit nutzen, in Elternzeit zu gehen. www.tagesschau.de/ausland/europa/ideenimport-elternzeit

Europäische Vereinbarkeitsrichtlinie: Bundeskabinett stärkt Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Die Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige legt europaweit verbindliche Standards fest. Sie wurde im Juni 2019 vom Europäischen Rat angenommen und veröffentlicht. Ihr Ziel ist, die Gleichstellung und Chancengleichheit zu fördern und die Rechte von Frauen und Männern in der Europäischen Union weiter zu stärken. Bis August 2022 müssen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Bestimmungen in nationales Recht umsetzen. Das Bundeskabinett hat am 8. Juni einem Gesetz zugestimmt, um die Vorgaben vollständig umzusetzen. Mehr ...

Elterngeldbezug: Weiterhin steigender Väteranteil

Die Zahl der Männer, die ihren Nachwuchs nach der Geburt betreuen, steigt weiter kontinuierlich an. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich 2021 die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug im Vorjahresvergleich um 2,1% erhöht. Dagegen ging die Zahl der leistungsbeziehenden Frauen um 0,1% zurück. Dadurch stieg der Väteranteil auf 25,3%. Zum Vergleich: 2015 lag er noch bei 20,9%. Der Väteranteil gibt den Anteil der männlichen Bezieher an allen Elterngeldbezügen an. Er würde also genau 50% betragen, wenn bei allen Kindern sowohl der Vater als auch die Mutter gleichermaßen Elterngeld beziehen würde. Mehr ...

GFMK: Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit durch Väter fördern

Die 31. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) hat sich für eine gerechte partnerschaftliche Verteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern und eine verbesserte Betreuungsinfrastruktur eingesetzt. Dies machten die Vertreterinnen und Vertreter aller 16 Bundesländer im Juni 2021 mit einem entsprechenden Beschluss deutlich.

Zur Förderung der Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit durch Väter hat die GFMK einen eigenständigen Antrag unter der Überschrift "Partnerschaftliche Gleichstellung - Väterbeteiligung an der Elternzeit erhöhen" verabschiedet. In der Antragsbegründung werden unter anderem neben der Vereinfachung und Flexibilisierung des Partnerschaftsbonus weitere Anreize beispielsweise durch eine weitere Erhöhung der bisher zwei Partnermonate, die Festlegung einer pflichtigen Teilung sowie auch durch eine höhere Lohnersatzleistung für Eltern im unteren Einkommensbereich vorgeschlagen. Zu beachten seien in diesem Zusammenhang auch die Empfehlungen der Familienkommission, die mehr exklusive Vätermonate und eine Dynamisierung des Elterngeldes fordert.

Weitere Informationen zu den Entschließungen und Beschlüssen auf der Website der GFMK www.gleichstellungsministerkonferenz.de

ElterngeldDigital

Niedersächsische Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Elterngeldanträge auch online auf der bundesweiten Plattform www.elterngeld-digital.de auszufüllen. Die Eltern werden durch einen digitalen Assistenten bei Fragen unterstützt und die Antragsstellung wird so erleichtert. Bisher nehmen neun Bundesländer am Angebot "ElterngeldDigital" teil. Weitere Informationen auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums.