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LJS-Seminar zur Väterarbeit

Was spricht Väter an? Welchen Beratungsbedarf haben sie? Welche Angebote bringen Väter miteinander ins Gespräch über Erziehungsthemen und ihr Selbstverständnis? Gibt es "Strickmuster" für die Väterarbeit? Mit diesen Fragen befassten sich Fachkräfte aus der Familien- und Bildungsarbeit bei einem Seminar der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) am 27. September 2017 in Hannover.

Axel Hengst von mannigfaltig e.V., Institut für Jungen- und Männerarbeit, stellte Praxisbeispiele von Angeboten der Väterarbeit in Niedersachsen vor. Er gab dabei auch Anregungen für die zielgruppengerechte Ansprache von Vätern in Einladungen, bei Veranstaltungen oder in Elterngesprächen. Väter suchen nicht unbedingt von sich aus das Gespräch, so die Erfahrung. Sie nehmen aber Angebote, die sich als "Türöffner" eignen, gerne an. Darauf kann Väterarbeit aufbauen und mit einer ressourcenorientierten Haltung die Motivation und Gesprächsbereitschaft von Vätern stärken.

Ein bewährtes niedrigschwelliges Angebot der Elternarbeit ist mit dem Projekt Elterntalk bei der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) angesiedelt. Das vom Niedersächsischen Sozialministerium geförderte Projekt will Mütter und Väter in ihrer Medienkompetenz und Erziehungsverantwortung stärken. Bei einem Talk treffen sich Mütter und Väter in einem privaten Rahmen, um über eines der Medien- oder Erziehungsthemen zu sprechen. Geleitet werden die Talks von geschulten Moderatorinnen oder Moderatoren. Die wertschätzende Haltung den Eltern und ihrem Erziehungsalltag gegenüber ist ein wichtiger Aspekt des Projekts, das insbesondere Familien mit Migrationshintergrund erreicht. Projektleiterin Simone Zanjani betonte das Anliegen, zukünftig verstärkt Väter anzusprechen, etwa durch die Gewinnung von Moderatoren für spezielle Vätertalks.

Dass Väter Gesprächs- und Beratungsbedarf haben, darüber waren sich die Teilnehmenden einig. Insbesondere getrennt lebende und alleinerziehende Väter seien auf der Suche nach Unterstützung, so die Beobachtung. Das Seminar gab den Fachkräften Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zum praktischen Ausprobieren von Methoden. So nahmen sie zwar keine fertigen "Strickmuster", aber viele konkrete Gestaltungsideen für die eigene Väterarbeit mit.

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