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Dossier Väter und Familie

Väter wollen heute nicht nur Familienernährer sein, sondern ihre Kinder im Alltag begleiten. Sie identifizieren sich zunehmend mit einer aktiven Vaterrolle, haben eine partnerschaftliche Grundhaltung und wünschen sich Zeit für die Familie. Dieses Fazit zieht das Dossier "Väter und Familie – erste Bilanz einer neuen Dynamik" des Bundesfamilienministeriums.

Das Dossier wertet verschiedene Befragungen, statistische Angaben und wissenschaftliche Studien aus. Danach nimmt mittlerweile jeder dritte Vater Elterngeld in Anspruch, in einigen Bundesländern sind es sogar 40 Prozent. Die große Mehrzahl der Väter (70 Prozent) sagt, dass sie sich mehr als ihre eigenen Väter an der Erziehung und der Betreuung der Kinder beteiligen.

Unterschiedliche Facetten moderner Vaterschaft

Das Dossier beleuchtet auf Basis nationaler und internationaler Studien unterschiedliche Facetten moderner Vaterschaft. Es beschreibt erstmals umfassend, wie sich die Leitbilder von Vätern in den vergangenen Jahrzehnten hin zu mehr Partnerschaftlichkeit verändert und erweitert haben. So wird von Vätern heute erwartet, dass sie sich von früh an um den Nachwuchs kümmern, viel Zeit mit ihren Kindern verbringen, liebe- und verständisvoll sind und auch die beruflichen Pläne ihrer Partnerin unterstützen.

Anhand von Daten zur Nutzung von Elternzeit, zur Zeitverwendung und Erwerbstätigkeit zeigt das Dossier, wie Väter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Alltag erleben und leben. Dabei wird deutlich: Wunsch und Wirklichkeit klaffen noch auseinander. Nur 16 Prozent der Väter gelingt es bisher, sich überdurchschnittlich aktiv in die Familienarbeit einzubringen. Dabei wünscht sich jeder zweite Vater, seine Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen zu können.

Wunsch nach mehr Flexibilität

Aus Sicht der Väter würden flexible Betreuungszeiten und mehr Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder sowie auch flexible Arbeitszeiten und eine bessere finanzielle Unterstützung die Lebensqualität von Familien verbessern.

Das Dossier legt zudem dar, wie Väter mithilfe von Angeboten der Politik wie Elterngeld und ElterngeldPlus, kommunalen Netzwerken wie den "Lokalen Bündnissen für Familien" unterstützt werden und welche Rolle eine väterfreundliche Personalpolitik in Betrieben spielt. Und es zeigt, dass sich eine aktive Vaterschaft in mehrfacher Hinsicht auszahlt: Die Vater-Kind-Beziehung ist intensiver, die Paarbeziehung zufriedener, der berufliche Wiedereinstieg und damit die individuelle Existenzsicherung von Müttern wird erleichtert und, nicht zuletzt, haben väterfreundliche Betriebe Vorteile bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung.

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