Adoptionshilfe-Gesetz tritt 2021 in Kraft

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 18.12.2020 dem Adoptionshilfe-Gesetz zugestimmt. Zuvor hatte der Bundestag die Reform gebilligt. Vorausgegangen war eine Einigung zu den noch strittigen Fragen am 10. Dezember 2020 im Vermittlungsausschuss. Mehr …

Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss steigen

Ab dem 1. Januar 2021 steigt der Höchstbetrag für den Kinderzuschlag - auf bis zu 205 Euro. Für Kinder von Alleinerziehenden wird der Unterhaltsvorschuss erhöht. Mehr …

Kindergelderhöhung und höhere Kinderfreibeträge

Das Kindergeld soll 2021 um 15 Euro pro Kind und Monat steigen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Gleichzeitig werden die steuerlichen Kinderfreibeträge erhöht. Mehr …

Jugendschutz-Rechner

Was darf mein Kind und was noch nicht? Das Jugendschutzgesetz regelt unter anderem den Konsum von Tabak und Alkohol, den Aufenthalt in Diskotheken, Gaststätten und Kinos. Des Weiteren koppelt es den Zugang zu Filmen, Video-und Computerspielen in der Öffentlichkeit an Altersfreigaben. Welche Videos dürfen Kinder und Jugendliche sehen? Wie lange darf mein Kind sich in der Disko aufhalten? Wie lange darf es ausgehen? Darf mein Kind im Auftrag Erwachsener Zigaretten kaufen? Der Jugendschutz-Rechner des Bundesfamilienministeriums gibt Antworten auf diese Fragen, erklärt rechtliche Begriffe und verweist auf die gesetzlichen Regelungen. www.jugendschutz-aktiv.de

Informationen für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind

Inforrmationen-fuer-Eltern-die-nicht-miteinander-verheiratet-sindDie Broschüre der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) erläutert die gesetzlichen Bestimmungen von der Abstammung über das Namensrecht, die elterliche Sorge bis zum Umgangsrecht. Sie gibt damit einen Überblick über Rechte und Pflichten nicht miteinander verheirateter Eltern sowie über Unterstützungs- und Beratungsleistungen der Kinder- und Jugendhilfe für Mütter, Väter und ihre Kinder rund um diese Fragestellungen. Die Broschüre kann zum Preis von 0,50 Euro (zzgl. Versandkosten) über den Online-Shop der AGJ bestellt werden.

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwürfe zur Stiefkindadoption und Adoptionshilfe

Mit zwei Gesetzentwürfen will die Bundesregierung die Möglichkeiten von Adoptionen und die Begleitung der daran beteiligten Familien verbessern. Das Bundeskabinett hat am 6. November 2019 sowohl den Entwurf des Adoptionshilfe-Gesetzes aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) als auch den Gesetzentwurf zur Stiefkindadoption aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) beschlossen. Mehr …

Stiefkindadoption ohne Trauschein möglich

Auch unverheiratete Paare dürfen künftig Stiefkinder adoptieren. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages am 13. März 2020 gebilligt. Voraussetzung für die Stiefkindadoption ist eine stabile Partnerschaft: Das Paar muss seit mindestens vier Jahren eheähnlich zusammenleben oder bereits ein gemeinsames Kind haben. Mehr …

BVerfG: Ausschluss der Stiefkindadoption benachteiligt Kinder von unverheirateten Paaren

Kinder, die in nichtehelichen Familien aufwachsen, werden durch den faktischen Ausschluss der Stiefkindadoption für unverheiratete Paare benachteiligt. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) sieht darin einen Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgebot und hat die zugrundeliegenden Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber muss nun bis zum 31. März 2020 eine Neuregelung treffen. Mehr …

Familien- und Kindschaftsrecht für die Praxis der Sozialen Arbeit

Familien-und-Kindschaftsrecht-für-die-Soziale-Arbeit_CoverDieses praxisnahe Lehrbuch bietet eine Einführung in die Grundzüge des Rechts in der sozialen Arbeit. Dabei geht es um die verfahrens- und materiellrechtlichen Regelungen aus dem Familien- und Kindschaftsrecht, die für die soziale Arbeit relevant sind. Die Autorin berücksichtigt dabei neuere Entwicklungen in Rechtsprechung, Gesetzgebung und Wissenschaft, wie beispielsweise das Sorgerecht des unverheirateten Vaters, das Umgangsrecht des biologischen Vaters oder das Beschneidungsgesetz. Ebenso bezieht sie aktuelle gesellschaftliche Themen mit ein, beispielsweise den Kinderschutz bei minderjährigen Flüchtlingen. Mehr …

Vertrauliche Geburt: Unsicherheiten in der Rechtslage der Väter

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat seine Empfehlungen zur vertraulichen Geburt aktualisiert. Darin wird auf die Unsicherheiten in der Rechtslage der Väter im Falle einer vertraulichen Geburt hingewiesen. Auch die werdende Mutter sollte demnach ausführlich über das Verfahren und die Rechtsfolgen der vertraulichen Geburt informiert werden. Mehr …

Entscheidung zu Voraussetzungen einer Stiefkindadoption

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat sich mit der Frage befasst, ob ein neuer Ehepartner ein Kind aus einer früheren Beziehung der Partnerin adoptieren kann, so dass es dann rechtlich gesehen ein gemeinsames Kind der neuen Ehegatten ist. Der Antrag der Frau war vom Amtsgericht Vechta zurückgewiesen worden. Das Oberlandesgericht bestätigte diese Entscheidung. Die mit der Adoption verbundene Durchtrennung der rechtlichen Bindungen zum leiblichen Vater des Kindes sei in diesem Fall nicht gerechtfertigt, so die Begründung. Mehr …

Beschluss des BGH zum Adoptionsrecht

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bestätigt, dass die Adoption eines Kindes nur innerhalb einer bestehenden Ehe oder Lebenspartnerschaft möglich ist. Für Partnerinnen und Partner, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft mit dem leiblichen Elternteil eines Kindes leben, bleibt die Möglichkeit der Adoption des betreffenden Kindes ausgeschlossen. Mehr …

Wechselmodell kann als Umgangsregelung angeordnet werden

Familiengerichte können das Wechselmodell als Umgangsregelung für Kinder getrennt lebender Eltern auch gegen den Willen eines Elternteils anordnen. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss vom 1. Februar 2017 entschieden. Voraussetzung für eine solche Entscheidung ist, dass ein paritätisches Wechselmodell im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Die Klärung dieser Frage erfordert grundsätzlich auch die persönliche Anhörung des betroffenen Kindes. Mehr …

Entscheidung zum Umgangsrecht leiblicher Väter

Eine ablehnende Haltung von rechtlichen Eltern kann nicht als alleinige Begründung dienen, um einem leiblichen Vater den Umgang mit seinen Kindern zu verweigern. Auch wenn die Bindung an die rechtliche Familie nachhaltig zu berücksichtigen sei, dürfe ein leiblicher Vater nicht generell als "Störenfried" dieser Familie angesehen werden, entschied der Bundesgerichtshof. Mehr …

Gesetzentwurf zum Scheinvaterregress beschlossen

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zum Scheinvaterregress beschlossen. Es verpflichtet Mütter, Auskunft über mögliche leibliche Väter ihrer Kinder zu geben, wenn ein sogenannter Scheinvater Regressforderungen an den leiblichen Vater stellen will. Mehr …

Das Eherecht

Das-EherechtFür den Fall der vorübergehenden oder dauernden Trennung bzw. Scheidung einer Ehe erlangt das Familienrecht besondere Bedeutung. Eine Broschüre des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gibt einen ersten Überblick zu den relevanten Themen: Eheliche Lebensgemeinschaft, vorübergehendes oder dauerndes Getrenntleben der Eheleute, Scheidungs- und Scheidungsfolgenrecht unter Berücksichtigung des Zugewinnausgleichs, des Unterhaltsrechts sowie des Rechts des Versorgungsausgleichs, Gerichtsverfahren bei einer Scheidung sowie Fragen des Kindschaftsrechts (z. B. Umgang, Sorgerecht). Die Broschüre (Stand: Februar 2020) bezieht sich auf Ehen, die deutschem Recht unterliegen. Bei Ehen mit Auslandsbezug kann die Rechtslage anders sein. Bestellung und Download unter www.bmjv.de

BGH-Urteil zum Elternunterhalt stärkt unverheiratete Paare

Passt das deutsche Unterhaltsrecht noch zur Lebenswirklichkeit von Patchwork-Familien? Diese Frage steht hinter dem Fall, den der Bundesgerichtshof (BGH) am 9. März 2016 verhandelt hat. Das Sozialamt hatte vom unverheirateten Sohn eines Pflegebedürftigen die Zahlung von Elternunterhalt für seinen Vater verlangt. Der Sohn lebt in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft mit seiner Lebensgefährtin, deren beiden Kindern aus einer früheren Ehe, und einem gemeinsamen Kind. Im Gegensatz zu verheirateten Eltern sei für ihn bei der Berechnung des Elternunterhalts der sogenannte Familienselbstbehalt nicht zu berücksichtigen, so die Argumentation. Mehr …

Kinder haben das Recht auf Auskunft über ihren biologischen Vater

Ein Kind hat unabhängig von seinem Alter Anspruch auf Auskunft über seinen biologischen Vater. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 28. Januar 2015 entschieden. Im Namen ihrer beiden Töchter hatten deren Mutter und ihr rechtlicher Vater eine Reproduktionsklinik verklagt. Diese hatte vor künstlichen Befruchtungen eine notarielle Erklärung verlangt, mit der die Anonymität von Samenspendern gewahrt werden sollte. Mehr …

Neues Umgangsrecht in Kraft: Mehr Rechte für leibliche Väter im Interesse der Kinder

Am 13. Juli 2013 ist das "Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters" in Kraft getreten. Damit haben leibliche Väter, die nicht bei ihren Kindern leben, das Recht, Kontakt zu ihnen zu pflegen und Informationen über das Kind zu erhalten, wenn sie ein "ernsthaftes Interesse" zeigen. Mehr …

Sorgerechtsverfahren für ledige Väter vereinfacht

Unverheiratete Väter können seit dem 19. Mai 2013 in einem vereinfachten Verfahren das Sorgerecht für ihre Kinder beantragen - auch ohne Zustimmung der Mutter. Nach der Neuregelung sollen Eltern die Verantwortung für ihr Kind grundsätzlich gemeinsam ausüben. Bei der Entscheidung des Familiengerichts muss das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen. Mehr …

Newsletter

Das niedersächsische Väterportal www.vaeter-in-niedersachsen.de informiert mit einem Newsletter über aktuelle Meldungen, Termine und Tipps rund um den Väteralltag. Der kostenfreie Newsletter wendet sich an aktive Väter, Fachkräfte der Väterarbeit und alle anderen Interessierten. Er informiert regelmäßig über die Arbeit des Landesarbeitsforums "Aktive Vaterrolle" und über die Netzwerkarbeit für Väter. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung zum Newsletter!

Beratung für Eltern

Manchmal stoßen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder - vom Kleinkind bis ins Jugendlichenalter - an ihre Grenzen. Für diese Fälle gibt es eine Vielzahl von professionellen Beratungsstellen, an die sich Eltern direkt, telefonisch oder online wenden können:

www.bke.de
Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. bietet Eltern eine kostenlose Beratung von ausgebildeten und erfahrenen Fachkräften zu Erziehungsfragen an. Mütter und Väter können unter anderem Einzelberatung (vergleichbar mit Mail-Beratung) und offene Sprechstunde in Anspruch nehmen.

www.dajeb.de
Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. bietet einen online-Beratungsführer

Die Website Familien in Niedersachsen informiert über weitere Beratungsangebote in der Rubrik Elterninformationen