Die erste Zeit nach der Geburt

Mit der Geburt eines Kindes kommen eine Vielzahl von Veränderungen und Anforderungen auf die Eltern zu. Ist die Geburt überstanden, wartet auch auf die Väter eine sehr intensive und aufgabenreiche Zeit der Umstellung: Das Wochenbett.

Das Wochenbett
Für die Zeit von sechs bis acht Wochen nach der Geburt eines Kindes ist der Begriff des Wochenbettes allgemein üblich. Die Wortbildung leitet sich aus der Bezeichnung für eine Frau nach der Entbindung eines Kindes ab: der Wöchnerin.

Das Kind muss sich an seine neue Umgebung gewöhnen. Die Mutter erholt sich von den Anstrengungen der Geburt. Mit der beginnenden Nahrungsaufnahme durch das Stillen wird nach drei bis vier Tagen vermehrt Muttermilch produziert. Die Gebärmutter bildet sich zurück und eventuelle Verletzungen durch den Geburtsvorgang können ausheilen. Die Eltern müssen sich in den neuen Lebensumständen durch die Pflege und Betreuung des Säuglings, am Anfang zumeist rund um die Uhr, zurechtfinden.

Während der ersten Wochen nach der Geburt besteht Anspruch auf regelmäßige Nachsorge durch eine Hebamme, die im Rahmen der Hebammenhilfe von der Krankenkasse bezahlt wird. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Haushaltshilfe beantragt und die Kosten dafür von der Krankenkasse bezuschusst werden. Auskunft darüber gibt die zuständige Krankenkasse.

Die Bedeutung der Wochenbettzeit für den Vater
Die Anwesenheit des Vaters stellt für die stillende Mutter meist eine große Unterstützung und Hilfe dar. Neben den zahlreichen Formalitäten und den vermehrten Aufgaben im Haushalt, beginnt jetzt die erste Zeit zu dritt, beziehungsweise mit dem Neugeborenen. Wenn der Vater sich nach der Geburt von anderen Verpflichtungen frei hält, kann er sich ganz dieser neuen Aufgabe widmen. Eventuell lässt sich mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber ein flexibler Urlaubsbeginn mit dem Zeitpunkt der Geburt des Kindes vereinbaren.

Die Pflege des Säuglings braucht anfangs sehr viel Aufmerksamkeit und Übung. Und sie ist für Väter eine gute Gelegenheit, den ersten Kontakt zum Kind zu knüpfen. Die Säuglingspflege sollte Bestandteil eines Geburtsvorbereitungskurses sein.
Eine weitere Möglichkeit für den beginnenden Kontakt zum Kind sind Ausfahrten des Vaters mit dem Kinderwagen. Eine andere Variante wäre das Tragen des Säuglings im Tragetuch, was mit der richtigen Bindetechnik bereits einige Zeit nach der Geburt möglich ist.
(gw)

zurück …

zurück …