Väterforschung und Väterarbeit in der Migrationsgesellschaft

Vaeterforschung-in-der-Migrationsgesellschaft Autor Michael Tunç präsentiert aktuelle Begriffe, Ansätze und Ergebnisse der Männlichkeits- und Väterlichkeitsforschung mit dem Ziel, Prozesse des Zusammenwirkens der Differenzlinien Geschlecht, Ethnizität und Klasse bei ethnisch minorisierten Vätern/Vätern of Color (PoC) zu rekonstruieren.

Für emanzipative Entwicklungen arbeitet er den Begriff der "progressiven Männlichkeit" aus. Damit wird die Analyse von Spannungen zwischen hegemonialen und progressiven Deutungsmustern von Männlichkeit/Väterlichkeit migrantischer Männer/PoC möglich.

Das Buch gibt einen Überblick über die bisherige wissenschaftliche Männlichkeits- und Väterforschung, unter anderem die Evaluation interkultureller Väterforschung in Nordrhein-Westfalen. Der Autor untersucht dann das Spannungsfeld progressiver und hegemonialer Männlichkeitskonstrukte in Bezug auf Mehrfachzugehörigkeiten und –diskriminierungen wie Geschlecht, Klasse, Alter, sexuelle Orientierung. Aus dieser intersektionellen Perspektive heraus entwickelt er das Konzept der "progressiven Männlichkeit", das auch Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Praxis Sozialer Arbeit bietet.

Das Buch richtet sich an Studierende und wissenschaftlich Interessierte aus soziologischen und pädagogischen Forschungsfeldern.

Der Autor: Dr. Michael Tunç ist im Fachgebiet Migration und Soziale Arbeit am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt tätig.

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Michael Tunç,
Väterforschung und Väterarbeit in der Migrationsgesellschaft
Springer VS 2018, 437 Seiten

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