Commerzbank-Väter-Studie: Betriebliche Kinderbetreuung als Pluspunkt

Vaeter-bei-der-CommerzbankFamilienbewusste Angebote und speziell Elternzeit wirken sich positiv sowohl auf die berufliche Leistung als auch auf Familie und Partnerschaft aus. Das ist ein zentrales Ergebnis einer innerbetrieblichen Commerzbank-Väter-Studie im Jahr 2015. 81 Prozent der befragten Väter geben an, dass sich die familienbewussten Maßnahmen der Bank positiv auf ihre berufliche Leistungsfähigkeit auswirken. 86 Prozent der Väter geben an, dass die Elternzeit gleichzeitig ihrer Partnerschaft gut getan habe.

Die Studie wurde von der Väter gGmbH und der Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung im Auftrag der Commerzbank erstellt. Sie untersucht die Motivation von Vätern, sich neben dem Beruf für die Familie zu engagieren und wie sie beide Lebensbereiche vereinbaren. Sie gibt zudem Aufschluss darüber, wie die Angebote der Bank derzeit angenommen werden und wie passgenauere Unterstützung für Väter aussehen kann. Befragt wurden 754 Mitarbeiter der Commerzbank in Deutschland, die in den letzten fünf Jahren in Elternzeit waren.

Die in der Studie befragten Väter möchten sich zunehmend für Beruf und Familie engagieren. 93 Prozent halten die berufliche und die familiäre Rolle für gleich wichtig. 97 Prozent wollen möglichst viel Zeit mit ihrem Kind verbringen, 84 Prozent wollen die Beziehung zum Kind stärken. Rund die Hälfte der Väter in Elternzeit möchte damit auch den beruflichen Wiedereinstieg oder den nächsten Karriereschritt der Partnerin unterstützen.

Knapp 70 Prozent der befragten Väter nehmen zwei Monate Elternzeit. Doch gleichzeitig geben ebenso viele an, dass sie gerne eine längere Elternzeit genommen hätten, sie fürchten jedoch Einkommensengpässe und berufliche Nachteile. Die meisten Väter kehren nach der Elternzeit in Vollzeit wieder in den Beruf zurück. Nur ein geringer Teil der befragten Väter arbeitet während oder nach der Elternzeit in Teilzeit (12 bzw. 7,1 Prozent). Die Partnerinnen der befragten Väter dagegen kehrten nach der Elternzeit zum Großteil in Teilzeit in den Beruf zurück.

Die meisten der befragten Väter (71 Prozent) nutzen öffentliche Betreuungsangebote für ihre Kinder. Öffentliche und betriebliche geförderte Einrichtungen werden von den Vätern unterschiedlich bewertet. Bei öffentlichen Angeboten bemängeln zahlreiche Väter die starren und nicht ausreichenden Öffnungszeiten und die langen Schließzeiten. Das betrieblich unterstützte Betreuungsangebot der Commerzbank, Kids & Co., dagegen wird weitaus positiver wahrgenommen. Das Krippen-, Kita- und Hortangebot der Bank trage mit seinen flexiblen und umfassenden 12-stündigen Öffnungszeiten dazu bei, Stress zu reduzieren und wirke damit entlastend auf den Familienalltag, so das Fazit.

Die Unterstützung von Elternzeit und familiärem Engagement von Vätern durch betriebliche Angebote, Vorgesetzte und Kollegen wird von den meisten Befragten als gut empfunden. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass Männer künftig noch stärker Angebote für Väter wahrnehmen werden.

Die Bank beschäftigt sich schon seit 1995 neben der Förderung von Frauen auch mit dem Thema Familienorientierung von Männern. Seit 2004 gibt es zudem das bank-interne Netzwerk "Fokus Väter". Seit 2003 ist der Anteil der Väter im Unternehmen, die Elternzeit nehmen, von 0,1 Prozent auf 16,1 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. Der Anteil der Väter in Elternzeit lag zur Jahreshälfte 2015 bereits bei 14,6 Prozent.

zurück …

Pressemitteilung der Commerzbank vom 21. Oktober 2015, www.commerzbank.de

Commerzbank AG (Hrsg.): Väter bei der Commerzbank: Ein Kulturwandel entsteht, Frankfurt am Main 2015

Download der Studie auf der Website der Commerzbank

Mehr zum Thema

zurück …