Vielfältige Väterarbeit in Kindertagesstätten

Vielfaeltige-Vaeterarbeit-in-KitasVäter sind meist weniger präsent in Kindertagesstätten als Mütter. Das hängt zum Teil mit der praktizierten Arbeitsteilung und Rollenzuschreibungen innerhalb der Familien zusammen. Väter fühlen sich jedoch auch durch die Kita-Elternarbeit häufig nicht angesprochen oder eher unwohl oder fehl am Platze. Wie Väter als gleichberechtigte Erziehungspartner in die Kitas geholt und in deren Alltag eingebunden werden können, war die Leitfrage der ESF-Modellprojekte "MEHR Männer in Kitas". Sie entwickelten Ideen und Methoden, um Väter zu aktivieren und in Aktionen mit ihren Kindern einzubinden. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einer Handreichung veröffentlicht.

Die umgesetzten Projekte gingen im Wesentlichen von drei verschiedenen Ansatzpunkten aus:

  • Ein eher projekt- und erlebnisorientierter Ansatz zielte darauf, Väter mit ihren beruflichen und persönlichen Kompetenzen für den Kitaalltag zu gewinnen. So sollten nicht genutzte Ressourcen für den Kitaalltag aktiviert werden und besondere Wertschätzung erfahren.
  • Ein zweiter Ansatz nahm die Väter aus pädagogisch-systemischer Perspektive in den Blick, um sie als Teil des Systems Familie in ihrer erzieherischen Funktion zu stärken.
  • Ein dritter präventiver Ansatz will Vorurteilen gegenüber erziehenden Männern und Befürchtungen von Müttern und Vätern hinsichtlich eines möglichen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Kitas durch eine gezielte Ansprache vorbeugen.

Diese drei Ansätze sind nicht strikt voneinander zu trennen. Sie ergänzen sich, bauen aufeinander auf und mischen sich.

"MEHR Männer in Kitas" - Das waren 16 Modellprojekte mit 1.300 Kitas in 13 Bundesländern, die mit insgesamt gut 13 Millionen Euro gefördert wurden. Zwischen 2011 und 2013 haben sie modellhaft erprobt, mehr männliche Fachkräfte für Kitas zu gewinnen.

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Die Handreichung zum Modellprojekt und weitere Informationen gibt es unter
mika.koordination-maennerinkitas.de

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