Die neue Dreisamkeit

Sascha ist 31 Jahre alt, wohnt in Hannover und ist vor zwei Jahren zum ersten Mal Vater geworden. Hier erzählt er, wie er sich auf seine Vaterschaft vorbereitet hat und wie das Leben zu dritt seinen Alltag veränderte.

Wie haben Sie sich persönlich auf die neue Rolle als Vater vorbereitet?
Also, da ich in meinem direkten Freundeskreis der erste werdende Vater war und noch immer bin, hatte ich leider niemanden, mit dem ich mich unterhalten konnte. Somit hat sich meine Vorbereitung auf das Lesen von Büchern (von Vätern für Väter) und dem Besuch des Vorbereitungskurses beschränkt. Eine indirekte Vorbereitung waren natürlich auch die Besuche bei unserem Frauenarzt, wo man das kleine Wesen ja immer ein bisschen besser kennen lernen konnte.

Was hat sich für Sie und Ihre Partnerschaft nach der Geburt verändert?
Ich würde sagen, die Beziehung ist "streitreicher" geworden. Allerdings gibt es da jetzt auch eine neue Verbundenheit zwischen uns beiden. Insgesamt würde ich sagen, hat uns die Geburt unseres Sohnes enger miteinander verbunden als alles andere bislang.

Wie ist der "neue" Alltag in der Dreisamkeit?
Er ist völlig anders als vorher! Dabei kann man nicht sagen, ob er schlechter oder besser ist, aber es ist definitiv ganz anders. Man hat einfach weniger Zeit für sich und die Partnerschaft und nutzt freie Zeit intensiver. Ansonsten hat jeder im Alltag seine Position mehr oder weniger gefunden, wobei sich diese natürlich auch wegen der Gemütslage unseres Sohnes täglich ändern kann. Aber auch wenn man gerne mal wieder richtig Zeit für sich hätte, mehr Sport machen würde oder auch mal wieder weit reisen würde, kann ich nur sagen, der Alltag ist definitiv lebenswerte als vorher!

Was hat Sie dabei am meisten überrascht?
Alles! Man kann sich noch so viele Gedanken vor der Geburt machen, wie es wohl sein wird so mit Kind und so. Wenn es erst einmal da ist, ist alles ganz anders und überhaupt nicht vorhersehbar!

Wie erleben Sie diese Rolle heute nach zwei Jahren Vatersein?
Als eine sehr schöne Rolle, die von Tag zu Tag mehr Freude, aber auch mehr Verantwortung mit sich bringt.

Wenn Sie ein werdender Vater fragen würde, welche Tipps würden Sie ihm geben?
Ich denke, ich würde ihm raten, möglichst viel Zeit in den Anfang zu stecken! Das heißt, einfach die ersten Wochen zu Hause bleiben und die Zeit genießen, auch wenn es sehr stressig sein kann. Und niemals unterkriegen lassen, wenn das Kind sehr auf die Mutter bezogen ist. Das kann schon mal wehtun, aber die Zeit der Väter kommt!



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