Bundesforum Männer setzt sich für die Stärkung des Wechselmodells nach Trennung und Scheidung ein

Bundesforum-MaennerDas Bundesforum Männer, Interessenverband für Jungen, Männer und Väter, setzt sich dafür ein, das Wechsel- bzw. Doppelresidenzmodell als Option zur Übernahme gemeinsamer Erziehungsverantwortung nach Trennung und und Scheidung zu stärken. Ein Ziel ist es, betroffenen Kindern auch weiterhin einen Familienalltag mit beiden Elternteilen zu ermöglichen und "fürsorgliche Männlichkeiten" (caring masculinities) zu fördern.

Dazu hält das Bundesforum Männer rechtliche Anpassungen und die Sicherung der multiprofessionellen Fachlichkeit der an familiengerichtlichen Verfahren beteiligten Professionen für ebenso notwendig, wie finanzielle Entlastungen und eine Stärkung außergerichtlicher Unterstützungsstrukturen. Die Übernahme gemeinsamer Elternverantwortung nach Trennung soll dadurch erleichtert werden.

In einem Positionspapier formuliert das Bundesforum Männer Handlungsbedarf in folgenden Punkten:

  • Kindschaftsrechtliche Anpassungen vornehmen
  • Unterhaltsrecht neu fassen
  • Finanzielle Rahmenbedingungen überprüfen
  • Beratung und Mediation aufwerten und stärken
  • Familiengerichtliche Verfahren multiprofessionell ausrichten

Wünschenswert seien Rahmenbedingungen, die nicht konfliktverschärfend wirken, sondern beide Elternteile in ihrer gemeinsamen Verantwortung als getrennte Eltern unterstützen und stärken, damit die Kinder weiterhin mit beiden Elternteilen verbunden bleiben können. Für das Bundesforum Männer sind diese Überlegungen insgesamt auch in Fragen der geschlechtergerechten Gestaltung der Gesellschaft eingebunden. Moderne Gleichstellungspolitik habe die Aufgabe, auch Männer bei der Neubestimmung ihrer Vaterrolle mit Blick auf die Übernahme von Sorgearbeit zu fördern.

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Das Positionspapier "Gemeinsame Elternverantwortung nach Trennung und Scheidung neu regeln: Männer- und väterpolitische Perspektiven" vom 18. Juni 2019 steht zum Download unter bundesforum-maenner.de zur Verfügung.

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