Wie die Beteiligung von Vätern an Familienarbeit in Europa unterstützt wird

8. Januar 2017

Beobachtungsstelle-NL-02-2017Die Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa untersucht, mit welchen Regelungen europäische Länder die Beteiligung von Vätern an Familienarbeit unterstützen. Väterzeiten, die nicht gemeinsam mit der Mutter genommen werden können und die flexible Gestaltung von Väterzeiten sind dabei von besonderem Interesse.

Väterzeiten setzen an einem wichtigen Zeitpunkt für die langfristige Aufteilung von Familienarbeit an. Mit der Geburt eines Kindes übernimmt oftmals die Mutter den Großteil der Kinderbetreuung, gleichzeitig steigt die notwendige Familienarbeit deutlich an. Wenn Väter frühzeitig eingebunden sind, kann eine partnerschaftliche Aufteilung nachhaltig gefördert werden.

Politik ist dabei gestalterisch tätig, um Elternwünsche nach Vereinbarkeit zu ermöglichen. Dabei kommt es entscheidend auf die Ausgestaltung von Väterzeiten an. Viele Staaten haben Elemente von Väterzeiten eingeführt und damit gute Erfahrungen gemacht. Einige reservieren bestimmte Monate der Elternzeit jeweils für Väter und Mütter. Finanzielle Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung von Elternzeit gab es in Schweden und aktuell in Österreich. Deutschland hat mit dem Partnerschaftsbonus als einziges Land eine finanzielle Unterstützung der Elternzeit in Teilzeit, um eine vollzeitnahe Beschäftigung beider Elternteile zu fördern.

Im Newsletter 2/2017 der Beobachtungsstelle diskutieren Expertinnen und Experten aus Norwegen, Österreich und Slowenien diese Fragen. Dabei liegt der Fokus auf Väterzeiten, die nicht gemeinsam mit der Mutter genommen werden können, und auf der Flexibilisierung der Inanspruchnahme. Berit Brandth aus Norwegen berichtet aus ihrer Forschung zu den Wirkmechanismen dieser beiden Aspekte. Olaf Kapella aus Österreich und Nada Stropnik aus Slowenien wurden in Interviewform befragt, wie die Diskussion in ihren Staaten dazu verläuft.

Die Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa ist beim Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) e.V. in Frankfurt angesiedelt und und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert.

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Alle Arbeitsergebnisse der Beobachtungsstelle finden Sie unter www.beobachtungsstelle-gesellschaftspolitik.de/veroeffentlichungen

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