Auch in Doppelverdiensthaushalten: Vollzeiterwerbstätige Frauen leisten deutlich mehr Hausarbeit als Männer

Erwerbstätige Frauen, die mit ihrem ebenfalls erwerbstätigen Partner in einem Haushalt leben, leisten in Deutschland im Durchschnitt mehr Hausarbeit und kümmern sich länger um die Kinder als ihre Partner. Das ist selbst dann der Fall, wenn die Frau einen Vollzeitjob hat, wie aus einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März hervorgeht.

Auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) hat die DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies Elke Holst herausgefunden, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Hausarbeit und Kinderbetreuung zwar leicht zurückgehen, Frauen in Paarhaushalten aber durchschnittlich noch immer deutlich mehr leisten als ihre Partner.

So kümmerten sich vollzeiterwerbstätige Frauen in sogenannten Doppelverdiensthaushalten im Jahr 2014 an einem Werktag gut eineinhalb Stunden um den Haushalt und fast fünf Stunden um die Betreuung der Kinder. Vollzeiterwerbstätige Männer investierten im Durchschnitt gut eine Stunde beziehungsweise rund zweieinhalb Stunden in diese Aufgaben. Allerdings beteiligen sich mehr Männer als noch vor zehn Jahren an Hausarbeit und Kinderbetreuung.

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DIW-Pressemitteilung vom 02. März 2016 unter www.diw.de

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