Väter in interkulturellen Familien

Vaeter-in-interkulturellen-FamilienVäter mit Migrationsgeschichte müssen sich mit Vorurteilen, Verallgemeinerungen und Diskriminierungen auseinandersetzen, die auf stereotypen Zuweisungen basieren. Ihre spezifischen Problemlagen werden wenig wahrgenommen, ebenso wie ihre individuellen Ressourcen und Anpassungsleistungen. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften stellt Erfahrungen aus der Beratungspraxis und Ansätze der sozialen Arbeit mit migrantischen Vätern im Projekt "Stark für Kinder – Väter in interkulturellen Familien" vor.

Die Bewältigung des Alltags in binationalen Kernfamilien stellt Väter vor große Herausforderungen, für die sie wenig Unterstützung finden. Rückzug und Resignation können dann die Folge sein. Doch das Interesse am Informationsaustausch mit anderen Vätern und am Engagement für die Kinder ist groß. Interkulturelle Väterarbeit sollte deshalb Beratung in Krisensituationen umfassen, aber darüber hinaus auch die Aktivierung und Erweiterung vorhandener Ressourcen, etwa durch Informationsveranstaltungen oder erlebnisorientierte Vater-Kind-Angebote in einem wertschätzenden Rahmen.

Das Autorenteam deckt Vorurteilsstrukturen und kulturelle Vorbehalte in Gesellschaft, Familie und Paarbeziehungen auf, die es migrantischen Vätern erschweren, engagiert und selbstbestimmt im Alltagsleben zu agieren. Die Interviews mit Vätern machen das Buch dabei besonders lesenswert. Ein Überblick über sozialwissenschaftliche Ansätze der Väterforschung rundet die Darstellung ab.

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Carina Großer-Kaya/ Özcan Karadeniz/ Anja Treichel
Väter in interkulturellen Familien. Erfahrungen – Perspektiven – Wege zur Wertschätzung
Herausgegeben vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften
Brandes & Apsel Verlag
Frankfurt a.M. 2014
www.brandes-apsel-verlag.de

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