Partnerschaftliche Vereinbarkeit aus Sicht von Kindern und Eltern

Das Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer (SowiTra) hat Familien, in denen beide Eltern vollzeitnah arbeiten, zu ihrem Alltag befragt. Für die große Mehrheit der Kinder in diesen Familien sind beide Elternteile gleichwertige Bezugspersonen im Alltag - was die Kinder als bereichernd erleben. Sie nehmen insbesondere wahr, dass ihre Väter präsenter sind als in anderen Familien.

Deutlich wird aus der Untersuchung auch: Kinder in Familien mit zwei vollzeitnah arbeitenden Eltern sind mehrheitlich zufrieden. Sie erleben keinen Mangel an gemeinsamer Zeit. Arbeiten beide Eltern nicht in Vollzeit, haben Mütter und Väter mehr Zeit für Familie. Das wird auch deshalb geschätzt, weil es eine enge Beziehung zwischen Eltern und Kindern ermöglicht. Sich die Verantwortung für Beruf wie Familie zu teilen, empfinden Kinder wie Eltern als fair und gerecht.

Bei der Entscheidung über die partnerschaftliche Arbeitszeitkonstellation spielt eine Kombination von Wertepräferenzen, finanziellen Möglichen und betrieblichen Arbeitszeitbedingungen eine Rolle. Eltern entscheiden sich für vollzeitnahe partnerschaftliche Arbeitszeiten, weil beide ihr Kind im Alltag begleiten und gleichzeitig berufstätig sein wollen.

Darüber hinaus sind eine funktionierende Ganztagsbetreuung auch für Schulkinder, flexible Arbeitszeitoptionen jenseits von klassischen halben und vollen Stellen sowie die gute Qualität von Arbeitszeiten für eine gelebte Partnerschaftlichkeit wichtig, so die Studie.

Die Befragung der Kinder und Eltern entstand im Rahmen des Forschungsprojekts "Partnerschaftliche Arbeitszeiten aus Kinder- und Elternsicht", das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Deutschlandweit wurden leitfadengestützte Interviews mit 56 Eltern und 43 Schulkindern (im Alter von sechs und 14 Jahren) geführt. Befragt wurden überwiegend Familien, in denen Mütter und Väter zwischen 28 und 36 Wochenstunden arbeiten und sich Familienarbeit teilen.

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Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 23. August 2017 und Download des Abschlussberichts zum Projekt unter www.bmfsfj.de

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