Vertrauliche Geburt: Unsicherheiten in der Rechtslage der Väter

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat seine Empfehlungen zur vertraulichen Geburt aktualisiert. Darin wird auf die Unsicherheiten in der Rechtslage der Väter im Falle einer vertraulichen Geburt hingewiesen. Auch die werdende Mutter sollte demnach ausführlich über das Verfahren und die Rechtsfolgen der vertraulichen Geburt informiert werden.

Das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für schwangere Frauen und zur Regelung der vertraulichen Geburt trifft hinsichtlich der Rechte des Vaters keine besonderen Regelungen. Daher gelten die allgemeinen Vorschriften des BGB zur Rechtsstellung leiblicher und rechtlicher Väter. Diese Rechtssituation kann zu einem Spannungsfeld zwischen dem Schutz- und Anonymitätswunsch der Mutter im Verfahren und den rechtlichen Möglichkeiten und Notwendigkeiten eines bekannt gewordenen Vaters führen. Der Deutsche Verein empfiehlt den am Verfahren Beteiligten daher, sich mit der gegebenen Rechtssituation vertraut zu machen.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und von den Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik. Er wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

zurück …

zurück …