Väterarbeit und Jungen in der Frühpädagogik

Jungen-in-der-FruehpaedagogikDie Zeitschrift frühe Kindheit 04/2016 greift das Thema "Jungen in der Frühpädagogik" auf. Die Beiträge verbinden den Blick auf die Jungen mit der Frage, in welcher Rolle sich Väter sehen und wie sie erfolgreich in die Elternarbeit der Kita eingebunden werden können. Eine geschlechtersensible Pädagogik und Elternarbeit, so zeigt sich, bietet Jungen die Chance, eigene Vorlieben und Interessen ungestört von Rollenzuschreibungen zu entfalten und erweitert so ihre Verhaltensoptionen.

Väter sind heute mehr als früher im Familienalltag engagiert, doch in Kitas und vielfach auch in Trennungsfamilien sind männliche Vorbilder selten. So kann es sein, dass die besonderen Bedürfnisse von Jungen weniger Beachtung finden oder von Erzieherinnen als eher problematisches Verhalten angesehen werden. Die Fachbeiträge nähern sich dieser Ausgangslage aus pädagogischer, psychologischer und sozialwissenschaftlicher Sicht.

Ein Aspekt ist dabei die Einbindung von Vätern in die Kitarbeit als Ressource für die kindliche Entwicklung. Grundlegend dafür ist die Haltung der Fachkräfte gegenüber den Vätern. Wenn es gelingt, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Väter wohlfühlen, bereichern sie mit ihren Ideen die Arbeit der Einrichtung und tragen dazu bei, dass Jungen und Mädchen differenzierte Rollenvorbilder kennenlernen und vergleichen können.

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Deutsche Liga für das Kind (Hrsg.):
Jungen in der Frühpädagogik
In: "frühe Kindheit. Die ersten sechs Jahre"
Ausgabe 04/2016

www.fruehe-kindheit-online.de

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