Vater von Säuglingen und Kleinkindern

Ein Mann kann durch den intensiven Kontakt mit dem Säugling das Kind und sich selbst als Vater besser kennen lernen. In dieser wichtigen Zeit besteht die große Chance, dass zusammen wächst, was zusammen gehört.

Viele Männer haben bis zur Geburt ihres ersten Kindes keine Ahnung, was mit dem kleinen Familienmitglied auf sie zukommt. Die meisten Männer haben den Umgang mit Babys und Kleinkindern bisher (wenn überhaupt) nur am Rande beobachtet. Aber jetzt kommen die Väter aus der Beobachterposition. Aktive Väter haben vielleicht schon einen guten Säuglingspflegekurs hinter sich.

Säuglinge brauchen Nähe, körperliche Wärme, Geruch und den Herzschlag vertrauter Menschen, um ein Urvertrauen zu entwickeln. Als Vater können Sie jetzt die Grundlage für eine intensive Beziehung zu Ihrem Säugling legen.

Hier einige Tipps:

  • Kaufen Sie zum Beispiel ein Tragetuch und binden Sie sich ihr Kind um. Sie haben beide Hände frei und können Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Das Baby wird lernen und spüren: "Jetzt ist Papa-Zeit."
  • Körperliche Nähe ist wichtig für Säuglinge. Beim Baden erleben Babys einen intensiven Körperkontakt. Sie freuen sich auf das gemeinsame Spiel im Wasser. "Mit Papa macht das Baden Spaß."
  • Nach dem Abstillen sollten auch Sie als Vater die "Ernährerfunktion" übernehmen. Wenn Sie die Flasche geben und das Kind füttern, lernt das Kind: "Papa macht mich satt."
  • Was reinkommt, kommt auch wieder raus. Auch diese oft geruchsintensive Arbeit ist wichtig für Ihre Beziehung. Beim Windeln merkt das Kind: "Papa erlöst mich von einem unangenehmen feuchten Hintern."
  • Kinder sollen zur Ruhe kommen und einen erholsamen Schlaf haben. Kinder lieben Rituale. Überlegen Sie sich einen schönen Ablauf für die Schlafenszeit. Das Vaterritual kann vom Mutterritual abweichen. Das Kind ahnt: "Mama und Papa sind verschieden, aber beide geben mir Sicherheit"
  • Kinder entwickeln ein Urvertrauen, wenn sie in Stress oder Bedrohungssituationen nicht allein gelassen werden. Wenn Sie trösten und beruhigen lernt das Kind: "Papa kann mir helfen."
  • Kleine Kinder "begreifen" ihre Welt. Als Vater können Sie im Spiel "Geburtshelfer" für die Dinge des Lebens werden. Erschaffen Sie mit Ihrem Kind eine neue Welt. "Papa zeigt mir, dass ich wichtig bin."
  • Immer mehr Väter gehen mit ihrem Nachwuchs beispielsweise zum Babyschwimmen, Pekip und zur Vater Kind Gruppe. Falls diese Gruppen bei Ihnen nicht angeboten werden, organisieren Sie doch selbst Treffs mit anderen Vätern und Kindern in der gleichen Lebenssituation. "Mit Papa lerne ich neue Kinder und Papas kennen."

Väter sind in der Kinderversorgung nicht schlechter oder besser. Väter machen es eben anders als die Mütter. Von dieser Andersartigkeit können die Kinder von Anfang an profitieren.

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