Arbeitstagung zur zukünftigen Väterarbeit in Niedersachsen


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Die Niedersächsische Landesregierung verfolgt das Ziel, die Rolle der Väter in der Erziehung zu stärken und so insbesondere in der Arbeitswelt für mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu sorgen. Zur Entwicklung von Ideen und Perspektiven der Väterarbeit hatte daher das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Kooperation mit dem Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle" zu einer Arbeitstagung eingeladen. Fachkräfte von Institutionen, Verbänden und freien Trägern aus den Bereichen Familienbildung, Kinder- und Jugendhilfe und Forschung kamen am 6. September 2016 in Hannover zusammen, um Umsetzungsvorschläge für eine aktive Väterpolitik in Niedersachsen zu entwerfen.

Im Namen des Niedersächsischen Sozialministeriums begrüßten Dr. Hans-Joachim Heuer, Leiter der Abteilung Migration und Generationen, und Katrin Harms, stellvertretende Leiterin des Referats Familienpolitik, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anschließend gab Thomas Altgeld, Geschäftsführer der LVG & AfS Niedersachsen e.V., einen Überblick über den Stand der Forschung zur Entwicklung väterfreundlicher Bildungs- und Sozialstrukturen.

In der folgenden intensiven Workshop-Phase standen die Handlungsfelder "Jungen- und Väterarbeit", "Geschlechterbezogene Bildung unter besonderer Berücksichtigung der Väter", "Genderforschung", "Väter und Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und "Kultursensible Väterarbeit" im Fokus. Ziel der Arbeit war es, Anliegen zur formulieren und Projektideen zu entwickeln.

Eine wesentliche Aufgabe sahen die Fachkräfte in der Gewinnung und Fortbildung von Fachpersonal für die Jungen- und Väterarbeit, insbesondere im Bereich Kita und Lebenslaufplanung von Jungen als zukünftige Väter. Eine bessere Ansprache von Vätern in der Phase der Geburtsvorbereitung und beim Hineinwachsen in die Vaterrolle ist ein weiteres Feld, in dem Handlungsbedarf gesehen wird.

Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, mehr Akzeptanz für Väter in der Arbeitswelt zu schaffen, und die Einrichtung eines Ideenpools für interessierte Träger und Initiativen wurden als mögliche Elemente der Vernetzung und Kommunikation benannt. Angeregt wurde auch, bisherige Väterbilder in Bildungsinstitutionen und Lehrplänen kritisch zu analysieren.

Als wichtige Anliegen ergaben sich aus der Fachdiskussion außerdem die Stärkung der kultursensiblen Väterarbeit auf politischer Ebene und eine Bestandsaufnahme von vorbildlichen Praxisbeispielen sowie die Entwicklung von Fortbildungsangeboten in diesem Bereich.

Handlungskonzept-Zukunftsorientierte-VaeterpolitikIm abschließenden Plenum dankte Katrin Harms noch einmal allen Teilnehmenden und den Workshop-Leitungen für die engagierten fachlichen Diskussionen. Auf der Grundlage der Tagungsergebnisse wurde das Handlungskonzept Zukunftsorientierte Väterpolitik in Niedersachsen entwickelt.

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